Cecilia Casper - Praxis für Paartherapie
Jede Beziehung ist einzigartig – deshalb gibt es in der Paartherapie keinen starren Fahrplan. Der Ablauf orientiert sich immer an Ihrer aktuellen Situation, Ihren Anliegen und dem, was Sie als Paar gerade am meisten brauchen. Struktur gibt Halt, gleichzeitig bleibt Raum für das, was sich im Prozess zeigt.
Beziehungsanamnese - Interventionen - Muster erkennen
Zu Beginn der Paartherapie steht in der Regel eine Beziehungsanamnese. Sie bietet einen geschützten Rahmen, um Ihre gemeinsame Geschichte, prägende Erfahrungen, wiederkehrende Konflikte und bisherige Lösungsversuche sichtbar zu machen. Dabei geht es darum ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie Ihre Beziehung funktioniert – und wo Dysfunktionalität besteht.
Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen: Der Ablauf ist flexibel. Paare kommen in sehr unterschiedlichen Verfassungen in die Therapie. Manche befinden sich in einer akuten Krise, erleben starke emotionale Verletzungen oder stehen kurz vor einer Trennung. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, zunächst stabilisierend oder entlastend zu arbeiten und gezielte Interventionen einzusetzen, bevor wir tiefer in die Beziehungsdynamik einsteigen.
Im weiteren Verlauf der Therapie werden zentrale Themen herausgearbeitet, Kommunikations- und Beziehungsmuster verständlich gemacht und neue Perspektiven eröffnet. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Schritte, die zu mehr Klarheit, Verbindung und Handlungsspielraum führen können. Dabei geht es nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern um Ehrlichkeit, Verantwortung und Veränderungsmöglichkeiten, die für beide Partner tragfähig sind.
Die Paartherapie ist ein gemeinsamer Prozess. Tempo, Tiefe und Schwerpunkte werden immer wieder gemeinsam überprüft und angepasst – mit dem Ziel, Ihnen einen Raum zu bieten, in dem Entwicklung möglich wird, ganz gleich, ob es um Klärung, Neubeginn oder einen respektvollen Umgang miteinander geht.
„Beziehungskrisen sind keine Zeichen des Scheiterns, sondern Übergangspunkte mit hohem Veränderungspotenzial.“
(Gottman / Johnson – sinngemäß)
